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Sven Dörrenbächer: Seinem gesellschaftlichen Engagement folgt die Branche

Es gab Zeiten, da galt Sven Dörrenbächer als Auto-Mann. Nach fast neun Jahren bei Mercedes-Benz in Stuttgart wechselte er 2010 als Managing Director zu Jung von Matt und verantwortete dort den damaligen Großkunden Mercedes als Beratungschef. Es folgte ein Intermezzo bei Interone und dann der Einstieg bei Antoni. Wieder mit einem Fokus auf Mercedes.

Doch die Zeiten sind vorbei. Autos spielen in Dörrenbächers beruflicher Karriere keine Rolle mehr. Bei Antoni ist er seit Dezember 2025 raus. Seitdem hat er sich in intensiv mit KI beschäftigt, ein Buch geschrieben und ein bisschen Abstand gewonnen. Als „AI Nerd, music lover, BBQ chief, Vespa rider, snowboarder since the 80s but surf rookie for life – and husband and proud dad of three boys“ definiert er sich selbst auf Instagram. Dazu kommt wohl noch seine unübersehbare Liebe für den FC Bayern München.

Vor allem der Blick nach rechts ist ihm wichtig

Doch auch in seiner beruflichen Karriere war Sven Dörrenbächer nie nur auf das Thema Autos fixiert. Schon immer hat er nach links und rechts geschaut, sich für gesellschaftliche und politische Strömungen interessiert. Und dabei – im übertragenen Sinne – besonders den rechten Rand im Blick gehabt. Im Dezember 2021, mitten in der ärgsten Corona-Welle, gründet er die Initiative #ZusammengegenCorona. Damit mobilisiert er gemeinsam mit weiteren Partnern mehr als 1000 Unternehmen, die sich für die Impfung gegen das Virus einsetzten.

Zunächst waren es die eigenen Kunden, die er für die Initiative gewinnen konnte, aber schnell kamen andere große Namen hinzu. Einer davon war damals auch Henkel. Der damalige CMO von Henkel Beauty, Rik Strubel, hatte Dörrenbächer zuvor bei einem Agenturauswahlprozess kennengelernt und war mit ihm in Kontakt geblieben. „Sven ist ein sehr smarter und umgänglicher Typ“, sagt Strubel, der ihn als „Brave Heart 2026“ vorgeschlagen hat. „Und er ist so viel mehr als ein Werber. Was ihn zum Brave Heart macht, liegt jenseits der Karriere.“

Nach dem Erfolg der Impf-Kampagne, die mit Gold beim Effie und beim ADC ausgezeichnet wurde, folgte kurze Zeit später die nächste Aktion. Im Februar 2025 initiierte Dörrenbächer kurz vor der Bundestagswahl die Aktion #ZusammenfürDemokratie. Marken und Unternehmen wandelten ihre Claims und Logos so ab, dass sie sich für eine rege Wahlbeteiligung und demokratische Werte einsetzten. Am Ende waren es nicht nur mehr als 1000 beteiligte Unternehmer und Unternehmen, sondern vor allem konnten nach eigenen Angaben 10 Prozent der Nichtwähler überzeugt werden, ihre Stimme abzugeben.

Das Gefühl für die richtigen Themen im richtigen Ton

Anteilnahme und der Wille zur Veränderung scheinen in Dörrenbächers DNA zu liegen. Denn zu den Initiativen kommt sein Engagement für CS_R.org und ONE. Und gerade hat er mit „EmbrAIce“ nach seinem Ausstieg bei Antoni ein Buch geschrieben. Es ist ein Management-Leitfaden für das KI-Zeitalter geworden, in dem er dazu aufruft, nicht in Angst oder Schockstarre zu verfallen, sondern das Thema als Chance zu sehen. „Er erkennt den Moment, in dem eine Branche Führung braucht“, sagt Strubel. Auch aus diesem Grund sei sein Standing im Markt so enorm groß. „Er setzt die richtigen Themen auf die richtige Art und Weise“, so Strubel.

Damit ist Dörrenbächer ein Netzwerker, wie es kaum einen in der Branche gibt. Längst hat er verstanden, dass sich die Marketing- und Kommunikationsbubble nicht weiter entwickeln kann, wenn sie sich immer nur um sich selbst dreht. Vielleicht ist er auch deshalb nach zehn Jahren freiwillig bei Antoni raus, hat sich bewusst eine Auszeit genommen und hat sich mit Themen wie KI beschäftigt. Weil er davon überzeugt ist, dass man davor nicht die Augen verschließen darf. Und weil er auch hier eine Vorbildfunktion übernimmt, vorangeht und Wissen weitergibt.

Für Strubel ist er damit das perfekte Brave Heart: „Ich kenne keinen zweiten Menschen in unserer Branche, der gesellschaftlichen Impact, unternehmerischen Erfolg und KI-Pioniergeist so glaubwürdig vereint. Genau das braucht unsere Branche. Jetzt mehr denn je.“