
Christina Keller: Ihr Führungsstil ist zukunftsweisend für die gesamte Branche
So richtig leicht hat es Christina Keller gerade sicherlich nicht. Ende des Jahres 2025 wurde bekannt, dass die Agenturmarke DDB, für die sie als Chefstrategin seit 2023 tätig gewesen war, in Deutschland vom Markt verschwindet. Keller wechselte als CEO zur Omnicom-Agentur TBWA. Es ist also viel in Bewegung. Doch das hat Keller noch nie gestört.
Im Gegenteil: Wenn es um sie herum hoch her geht, dann treten ihre Stärken besonders deutlich hervor. Beziehungsweise das Ergebnis ihres großen Talents. Und das ist ihr Führungsstil. „Gerade in Zeiten, in denen viel Druck von außen kommt, gelingt es ihr, Ruhe zu bewahren, Orientierung zu geben und gleichzeitig den Blick konsequent nach vorn zu richten“, sagt Ineke Paulsen über sie.
Analytischer Schärfe und kreative Kraft
Paulsen, die mittlerweile bei der BVG arbeitet, und Keller kennen sich von ihren Zeiten bei Meta. Bei Facebook und Meta arbeitete Keller von 2015 bis 2023 – zuletzt als Head of Creative Intelligence Global. Als erste Frau in Deutschland wurde sie bei Meta zur Direktorin befördert. „Das war absolut verdient und schon damals unglaublich inspirierend“, sagt Paulsen.
Keller arbeitet an der Schnittstelle zwischen Daten und Kreativität, hat in vielen ihrer Jobs diese beiden Seiten von Marketing und Kommunikation zusammengebracht und erfolgreich gemacht. „Diese seltene Verbindung aus analytischer Schärfe und kreativer Kraft zeichnet sie bis heute
aus“, sagt Paulsen.
Es ist ihre Energie und Kraft, die Keller auszeichnet. Gepaart mit einer großen Portion Menschlichkeit. Und: Ihre eigene Energie überträgt Keller auch auf andere und gleichzeitig schätzt sie selbst Menschen mit einem hohen Energielevel, wie sie erst kürzlich in einem Interview sagte. Als Strategin vertraut sie Fakten und Daten, doch gleichzeitig entscheidet sie viele Dinge auch aus dem Bauch heraus. Das gelingt vor allem wegen ihrer Menschenkenntnis. Und auch wegen ihres Grundsatzes: Wichtige Entscheidungen trifft sie nie an einem Montagmorgen.
Sie spricht darüber, dass Erfolg kein gerader Weg ist
Vor allem für weibliche Nachwuchskräfte ist Keller eine wichtige Ansprechpartnerin. Sie engagiert sich in Förder- und Coaching-Formaten und spricht offen und ehrlich über ihren eigenen Weg, über Momente des Scheiterns oder Zweifelns und der harten Arbeit. „Sie zeigt: Erfolg ist kein gerader Weg, sondern das Ergebnis von Mut, Arbeit und Resilienz“, sagt Paulsen.
Auch über Dinge wie das Imposter-Syndrom spricht sie offen und „nimmt ihnen damit die Schwere“, beschreibt Paulsen ihre einstige Kollegin. Immer wieder wird sie für derartige Themen angefragt und scheut sich nicht, ihren Blick darauf immer wieder darzulegen. Schwäche zeigen ist eine Stärke von Christina Keller und lässt die Zahl der Menschen, die sie bewundern und zu ihr aufschauen, nur steigen.
Doch nicht nur das Engagement für junge Frauen zeichnet Keller aus. Es ist ihr klarer Fokus auf das Team, das ihren Führungsstil so besonders macht. „Christina glaubt zutiefst daran, dass Teams gemeinsam stärker sind als Einzelne – und lebt das auch. Sie schafft Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven nicht nur erlaubt, sondern gewünscht sind“, sagt Paulsen.
Gleichzeitig gilt sie als anspruchsvolle und fordernde Chefin – die aber immer wertschätzend ist und deren Ehrgeiz es ist, Menschen so zusammenzubringen, dass das Produkt aus dieser Zusammenarbeit noch besser wird und noch mehr auf das große Ganze einzahlt. „Sie denkt Marken ganzheitlich, verbindet Business-Ziele mit kultureller Relevanz und schafft es, komplexe Themen verständlich und inspirierend zu machen“, sagt Paulsen. Auch deshalb ist sie eine große Inspiration und eine wichtige Stimme der Branche.
